Zigarettenreste in der Sattelkammer



Asche am Sattel - E-Book von Elivra G.

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Am Reitgut passieren seltsame Dinge, was Lisa, Sophia und deren Freunde am Reiterhof erleben ist am Anfang etwas seltsam, dann wird es feurig. Aber wie ist das alles passiert? Und wie können Lisa, Sophia, Marc und Lucas das Rätsel lösen, das zuerst gar nicht so sehr nach einem Rätsel aussieht. Ab 1. Juli 2026 geht die Story los, lies hier die einzelnen Kapitel und Szenen im E-Book für Pferdefans von Elvira G.

Gewidmet allen Pferdefans und Reitsport-Enthusiasten, wir stellen Informationen über Reiten, Reitsport, Ausrüstung und Reitmethoden zusammen, über die du hier mehr lernen kannst - und wir liefern auch Unterhaltung rund um Pferde-Themen. | Seite neu laden

Zigarettenreste in der Sattelkammer

Lisa ist gerade mit Cosmo auf dem Ausritt durch den Wald. Während sie weg ist, tut sich aber einiges am Reiterhof. Vincent von Senftenberg ist von seinem ersten Termin schon wieder retour, hat das Auto neben dem Hauptgebäude des Reitstalles geparkt und geht schnellen Schrittes zur Sattelkammer. Dort erwartet den Besitzer des Reiterhofes bereits ein Polizist in Zivilkleidung.

„Ich hoffe, dass hier nichts verändert worden ist.“ sagt der Mann streng.

Vincent von Senftenberg nickt. „Wir haben alle im Team angewiesen, dass die Sattelkammer momentan nicht benutzt oder betreten werden darf.“ erklärt er dem Polizeibeamten.

Wenige Minuten später trifft ein weiteres Auto am Reiterhof ein. Zwei Personen, eine Frau und ein Mann steigen aus dem Wagen aus. Der Polizist in Zivil winkt den beiden zu, sie kommen zur Sattelkammer. „Hier ist der Brandherd.“ erklärt der Polizist, „Und das hier ist Herr von Senftenberg, er ist der Besitzer des Anwesens.“ Der Mann deutet mit der Hand auf Vincent von Senftenberg, die beiden neu hinzugekommenen Personen stellen sich als Brandermittler vor.

„Haben Sie bereits ein Bild von der Schadenshöhe?“ will die Frau wissen. Vincent von Senftenberg zuckt unwissend mit den Schultern. „Nun, wenn wir alleine das Equipment rechnen, das bei dem Brand zerstört worden ist, dann sind das wohl etwa 50.000 Euro. Die Sättel waren sehr teuer, es sind einige Sättel aus der Produktion von »Sraosha« aus Paris dabei. Die meisten davon gehören meiner Tochter.“ erklärt er, „Aber was den Gesamtschaden betrifft, habe ich noch keine Ahnung. Diese Renovierung wird zwar schnell erledigt werden, aber billig ist das sicher nicht.“ Vincent von Senftenberg deutet in die Sattelkammer, die innen fast vollständig ausgebrannt ist.

Die Frau weist ihren Kollegen an in die Sattelkammer zu gehen und mit der Ermittlung der Spuren zu beginnen. Viktoria kommt schließlich, nachdem sie Paul zahlreiche Dinge erklärt hat, die er künftig besser beachten soll, was Paul etwas verwirrt hat, an der Sattelkammer vorbei. „Bleib kurz bei uns“, ruft ihr Vater ihr zu. Viktoria bleibt stehen. Ihr Vater stellt ihr den Polizeibeamten und die beiden Brandermittler vor. Die beiden stehen in der Sattelkammer mit schützenden Anzügen, der Polizist steht vor der Sattelkammer und wartet.

„Wieviele Leute bei Ihnen am Hof rauchen?“, fragt die Brandermittlerin schließlich, als die beiden aus der ausgebrannten Sattelkammer wieder ins Freie kommen. Die Frage ist offenbar an Vincent von Senftenberg gerichtet. Er zuckt mit den Schultern. Noch bevor Viktoria etwas sagen kann, legt ihr Vater dann doch los. „Ehrlich gesagt“, beginnt er – er hat auch bemerkt, dass Viktoria gerade etwas sagen wollten und wirft ihr einen strafenden Blick zu – „Das wissen wir natürlich nicht ganz genau, weil wir die Leute nicht kontrollieren.“

Viktoria steht daneben und schweigt.

„Hier ist jedenfalls in der Ecke ein Zigarettenstummel, der eine mögliche Brandursache sein könnte.“ erklärt die Brandermittlerin und wendet sich an ihren Kollegen. „Das haben sie gut gemacht, vielleicht haben wir tatsächlich die Ursache schon so schnell entdeckt.“

Viktoria wird rot.

Vor Wut. Oder besser gesagt vor Zorn.

Die Brandermittlerin sieht Viktoria an: „Rauchen Sie etwa?“

„Nein“, fährt Vincent von Senftenberg dazwischen, „Das ist meine Tochter und wenn die rauchen würde, dann wüsste ich das.“

„Oh“, antwortet die Brandermittlerin süffisant, „wie oft haben wir das schon gehört?“ fragt sie ihren Kollegen rhetorisch. Der Kollege rollt mit den Augen.

„Nein, ich rauche nicht. Das wäre mir zu schade um die Zähne.“ stellt Viktoria klar und beißt sich auf die Lippen. Sie kann jetzt wohl mehrere Tage nicht reiten gehen, weil alle Sättel zerstört sind. Und sie hat das Gefühl, dass sie etwas dazu zu sagen hätte. „Na warte!“, denkt Viktoria und hat Paul vor Augen, „Dich stelle ich noch zur Rede.“

Aber sie hat auch die Worte ihres Vaters im Gedächtnis. „Es ist jetzt für uns nicht wichtig, ob jemand schuldig ist. Der Reiterhof ist letztlich ein Geschäft.“ erinnert sich Viktoria an die Worte ihres Vaters vom Vortag.

„Tja“, antwortet die Brandermittlerin, „Es ist ja auch nur ein Indiz, genauer wissen wir es erst, wenn wir mit unserer Arbeit fertig sind.“

Viktoria verlässt die Szene, sie will zurück nach Hause. Die junge Frau setzt sich in ihr Auto und fährt zurück zur Villa Senftenberg.

Letztlich bleiben zwei Polizisten in Uniform mit dem Stallbesitzer Vincent von Senftenberg vor der ausgebrannten Sattelkammer stehen. Die Polizisten haben das Beweisstück in eine Folie gepackt und besprechen mit Vincent von Senftenberg die Situation. Sie erklären ihm, dass die Brandermittlung fortgesetzt werde, aber es schon sehr naheliegend sei, dass eine Zigarette der Grund für den Brand gewesen sein könnte.

Nachdem Vincent von Senftenberg wieder im Auto sitzt und zu seinem nächsten Termin fährt, telefoniert er mit seiner Tochter Viktoria. Er berichtet ihr von der Situation und davon, was die Polizisten ihm am Ende noch gesagt haben. Viktoria ist aufgebracht.


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Asche am Sattel

Ein Reiterhof-Krimi von Elvira G.

Elvira G. möchte herausfinden, ob ihre Geschichte aus deiner Sicht eine gute Geschichte ist. Wir veröffentlichen hier ihre Geschichte, sie möchte es noch nicht mit ihrem vollständigen Namen veröffentlichen. Sie (und wir) freuen uns über Feedback zu dieser Geschichte von dir.

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