Reitunterricht an der Longe



Longenunterricht: Basis für Sitz & Balance

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Oftmals belächelt, aber nur von jenen, die sich nicht auskennen. Der Reitunterricht an der Longe ist das Fundament des Reitsports, denn hier werden nicht nur Neulinge am Pferd ausgebildet, hier werden auch jene Fehler korrigiert, die sich bei erfahrenen Reiterinnen und Reitern eingeschlichen haben. Die Longe bildet die Basis des Reitunterrichts. Sie schenkt dem Anfänger die nötige Sicherheit für die ersten glücklichen Momente im Sattel und bietet dem Fortgeschrittenen einen unbestechlichen Spiegel für den eigenen Sitz. Wer regelmäßig an die Longe zurückkehrt, investiert direkt in die eigene Reitqualität und das Wohlbefinden seines Pferdes. Nicht nur für Anfänger! Wie Reitlehrer die Longe einsetzen und warum auch Profis von der Sitzschulung profitieren.

Gewidmet allen Pferdefans und Reitsport-Enthusiasten, wir stellen Informationen über Reiten, Reitsport, Ausrüstung und Reitmethoden zusammen, über die du hier mehr lernen kannst - und wir liefern auch Unterhaltung rund um Pferde-Themen. | Seite neu laden

Perfekter Start und ewige Basis: Reitunterricht an der Longe

Der Weg in den Sattel führt fast immer über die Longe. Eine rund acht Meter lange Leine, die das Pferd mit dem Reitlehrer in der Bahnmitte verbindet. Doch der Longenunterricht ist weit mehr als nur ein „Auffangnetz“ für die ersten Reitstunden von Anfängern. Er ist ein fundamentales Ausbildungswerkzeug, das selbst von Grand-Prix-Reitern ein Leben lang genutzt wird, um an der Perfektion des eigenen Sitzes zu arbeiten.

Keine Sorge daran verschwenden: Der Reitunterricht an der Longe brandmarkt niemanden als Anfängerin oder Anfänger - denn auch fortgeschrittene Reiterinnen und Reiter nutzen den Reitunterricht an der Longe für wichtige Lektionen und Korrekturen. Die Longe selbst ist kein Anfängerinstrument, sondern für alle Erfahrungsklassen gedacht und wird von aufmerksamen Reiterinnen und Reitern daher auch wirklich geschätzt.

Sinn der Longe: Warum fängt man so an?

Für einen Reitanfänger ist die Koordination hochkomplex: Man muss das Gleichgewicht auf einem sich bewegenden Tier halten, gleichzeitig treiben, lenken und die Hände ruhig halten. Das überfordert das Gehirn verständlicherweise.

Hier setzt der Sinn der Longe an: Die Kontrolle über das Pferd wird komplett an den Reitlehrer abgegeben.

Wie funktioniert Reitunterricht an der Longe?

Die Longe (ein langer Gurt aus Nylon oder Gurtband) wird meist an einem speziellen Halfter, dem Kappzaum, oder direkt am Trensenring des Pferdes befestigt. Der Reitlehrer steht im Zentrum des Zirkels und bildet mit der Longe in der einen Hand und einer langen Longierpeitsche in der anderen Hand ein optisches Dreieck zum Pferd.

Durch feine Impulse an der Longe, den Einsatz der Peitsche als treibende Hilfe und vor allem durch die eigene Körpersprache und Stimme reguliert der Trainer Gangart, Tempo und Richtung des Pferdes.

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Was müssen Reitlehrerinnen und Reitlehrer beachten?

Der Unterricht an der Longe erfordert vom Trainer höchste Konzentration, da er zwei Lebewesen gleichzeitig im Blick behalten muss:

  1. Das passende Pferd wählen: Ein Longenpferd muss absolut gelassen, stimmsicher und unempfindlich gegenüber unbalancierten Bewegungen auf seinem Rücken sein.
  2. Häufige Handwechsel: Das permanente Laufen auf einer gebogenen Linie belastet die Gelenke und Sehnen des Pferdes einseitig. Der Trainer muss daher spätestens alle 10 bis 15 Minuten die Richtung wechseln.
  3. Konstantes Feedback: Der Trainer muss den Schüler korrigieren, bevor sich Fehler verfestigen, ihn aber gleichzeitig ermutigen. Loben ist hier der Schlüssel zum Erfolg.
  4. Überforderung vermeiden: Da der Reiter an der Longe Muskeln beansprucht, die er im Alltag nie nutzt, sollte eine reine Sitzschulung an der Longe selten länger als 20 bis 30 Minuten dauern.

Lektionen an der Longe für Newbies am Pferd

In den ersten Reitstunden geht es nicht darum, starr im Sattel zu sitzen, sondern beweglich zu werden. Typische spielerische Übungen und Lektionen sind:

Fortgeschrittene Reiterinnen und Reiter an der Longe

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass man die Longe irgendwann „hinter sich lässt“. Im Gegenteil: Je weiter ein Reiter fortschreitet, desto wertvoller wird das regelmäßige Longentraining.

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