Feines Zusammenspiel: Reiten lernen!



Eleganz kommt eher erst später...

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Ein Pferd ist ein Lebewesen und kein Gerät - das ist beim Reitsport ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen Sportarten. Aber egal ob du es auf Sport anlegst oder auf eine attraktive Freizeitgestaltung: Reiten ist etwas wunderbares und ein unglaublich schönes Gefühl. Wir zeigen dir, wie das mit dem Reiten lernen vor sich geht und was du schon vorab wissen solltest. Nur eines darfst du nicht erwarten: Reiten ist nicht "im Sattel sitzen und sich herumtragen lassen". Aber das merkst du sicher schnell...

Gewidmet allen Pferdefans und Reitsport-Enthusiasten, wir stellen Informationen über Reiten, Reitsport, Ausrüstung und Reitmethoden zusammen, über die du hier mehr lernen kannst - und wir liefern auch Unterhaltung rund um Pferde-Themen.

Reiten lernen: Der Weg zum feinen Zusammenspiel zwischen Mensch und Pferd

Der Traum, sich elegant und harmonisch mit einem Pferd zu bewegen, fasziniert Menschen jeden Alters. Doch wer mit dem Reiten beginnt, merkt schnell: Reiten ist kein passives „Sich-tragen-Lassen“, sondern ein hochkomplexer Sport, der Einfühlungsvermögen, Körperbeherrschung und ein tiefes Verständnis für ein anderes Lebewesen erfordert.

Lerne schnell den Unterschied: Ein Pferd ist ein Lebewesen, kein Sportgerät. Das wirst du entweder schon vorher lernen und akzeptieren oder dein Pferd wird es dir auf möglicherweise eher unschöne Art und Weise beibringen.

Für angehende Freizeitreiter geht es am Anfang vor allem darum, eine gemeinsame Sprache mit dem Pferd zu finden. Hier erfährst du, welche Grundkenntnisse unverzichtbar sind, wie moderne Technik den Einstieg revolutioniert und welche ersten Lektionen im Sattel auf dich warten.

Grundkenntnisse: Mehr als nur Herum-Sitzen

Bevor es überhaupt an die Gangarten Trab oder Galopp geht, müssen drei fundamentale Säulen verinnerlicht werden - das sind auch die Dinge, mit denen du im Reitunterricht immer wieder konfrontiert sein wirst, also präge sie dir gut ein:

Kommunikation über die "Hilfen"

Pferde verstehen keine menschlichen Worte, wohl aber die Körpersprache des Reiters. Im Sattel spricht man von den sogenannten Hilfen, die immer im Zusammenspiel wirken müssen:

Ausbalancierter Sitz

Die größte Herausforderung für Reitanfänger ist es, die eigenen Bewegungen von denen des Pferdes entkoppeln zu können. Das Ziel ist der sogenannte Lotsitz: Schulter, Hüfte und Absatz des Reiters bilden eine senkrechte Linie. Nur wer locker in der Hüfte mitschwingt, blockiert das Pferd nicht in seinem natürlichen Bewegungsablauf.

Sicherheit und Unfallverhütung

Zum Reiten lernen gehört zwingend das Wissen um das Verhalten des Pferdes. Als Fluchttier reagiert es auf unerwartete Reize (wie ein raschelndes Gebüsch) schreckhaft. Der korrekte, sichere Umgang am Boden, das richtige Führen und das Wissen, wie man sich im Notfall verhält, sind die Lebensversicherung jedes Reiters.

Hightech mit Sattel: Der Reitsimulator

Wer heute reiten lernt, muss für die ersten frustrierenden Versuche nicht zwingend direkt auf ein echtes Pferd steigen. Eine der spannendsten Entwicklungen im modernen Reitunterricht sind elektronische Reitsimulatoren. Diese werden an vielen Standorten angeboten, oft sind es nicht Reitschulen oder Pferdehöfe, die solche Geräte haben, sondern andere Anbieter. Diese sind auch oft in Großstädten zu finden, denn der Reitsimulator ist normalerweise in den Geschäftsräumen des Anbieters aufgestellt.

Diese lebensgroßen, künstlichen Pferde sind mit hochsensiblen Sensoren an den Zügeln, im Sattelbereich und an den Flanken (für die Schenkel) ausgestattet. Sie spiegeln die Bewegungen aller Gangarten – vom Schritt über den Trab bis zum Galopp – mechanisch perfekt wider.

Warum ein Simulator beim Lernen enorm hilft?

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Wichtige Lektionen für Freizeit-Reiter

Sobald die Balance im Schritt und Trab halbwegs sicher ist, geht es an die ersten echten Lektionen. Für Freizeitreiter stehen dabei nicht komplizierte Dressurfiguren im Vordergrund, sondern die Kontrolle, die Gymnastizierung und die Sicherheit auf dem Platz und später im Gelände.

Korrektes Anhalten und Antreten (Paraden)

Die wichtigste Lektion überhaupt: das Pferd jederzeit kontrolliert zum Stehen zu bringen und wieder anzureiten. Hier lernt der Schüler, dass ein Pferd über das Kreuz (die Körperspannung) und den Schenkel gebremst wird – und die Zügel nur die abschließende, sanfte Information liefern.

Große und kleine Wendungen (Bahnfiguren)

Das Reiten von Kurven (wie „Ganze Bahn“, „Zirkel“ oder „Volten“) schult die Koordination der Hilfen. Der Reiter lernt das Konzept von „innen“ und „außen“: Der innere Schenkel treibt das Pferd in die Biegung, der äußere Schenkel und Zügel verhindern, dass das Pferd mit dem Hinterteil oder der Schulter ausbricht.

Entlastungssitz (Leichter Sitz)

Besonders für angehende Freizeitreiter, die später ins Gelände wollen, ist diese Lektion Pflicht. Dabei wird das Gesäß leicht aus dem Sattel gehoben und das Gewicht vermehrt in die Steigbügel verlagert, während der Oberkörper leicht nach vorne neigt. Dies entlastet den Pferderücken bei Unebenheiten oder beim Bergaufreiten und bereitet optimal auf das Reiten im freien Raum vor.

Rückwärtsrichten des Pferdes

Eine wunderbare Gehorsams- und Gymnastizierungsübung. Das Pferd weicht auf eine Kombination aus feiner Zügel- und treibender Schenkelhilfe rückwärts. Das erfordert Vertrauen und zeigt, ob die Kommunikation zwischen Reiterhand und Pferdemaul bereits harmonisch funktioniert.

Lerne jetzt reiten...

Reiten lernen ist ein Weg, der Geduld erfordert. Egal ob man die ersten Schritte auf einem modernen Simulator wagt oder direkt an der Longe eines braven Schulpferdes startet: Das Wichtigste ist die Bereitschaft, an der eigenen Fitness und Koordination zu arbeiten. Wer die Grundkenntnisse und Basislektionen mit Respekt vor dem Partner Pferd verinnerlicht, dem öffnet sich das Tor zu einem der schönsten Hobbys der Welt.

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