Vater-Tochter-Gespräch



Asche am Sattel - E-Book von Elivra G.

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Am Reitgut passieren seltsame Dinge, was Lisa, Sophia und deren Freunde am Reiterhof erleben ist am Anfang etwas seltsam, dann wird es feurig. Aber wie ist das alles passiert? Und wie können Lisa, Sophia, Marc und Lucas das Rätsel lösen, das zuerst gar nicht so sehr nach einem Rätsel aussieht. Ab 1. Juli 2026 geht die Story los, lies hier die einzelnen Kapitel und Szenen im E-Book für Pferdefans von Elvira G.

Gewidmet allen Pferdefans und Reitsport-Enthusiasten, wir stellen Informationen über Reiten, Reitsport, Ausrüstung und Reitmethoden zusammen, über die du hier mehr lernen kannst - und wir liefern auch Unterhaltung rund um Pferde-Themen. | Seite neu laden

Vater-Tochter-Gespräch

Vater-Tochter-Gespräch - Vater-Tochter-Gespräch

„Der Brand kommt zu einer ungelegenen Zeit“, beginnt Viktorias Vater das Gespräch mit ihr und schenkt sich aus der Weinflasche ein Glas ein. Er nimmt auch ihr Glas und schenkt ebenfalls ein. Viktoria nickt verständnisvoll, obwohl in ihrem Kopf noch keinerlei Verständnis ist. Was ihr Vater gerade mit ihr besprechen möchte, ist ihr noch nicht klar.

Vincent von Senftenberg erklärt seiner Tochter, dass er in nächster Zeit öfter verreisen werde müssen und viele Termine bevorstünden. Es seien Termine mit den Banken wegen Investitionen, die er mit dem Familienvermögen getätigt habe. Diese Investitionen würden sich zwar gut entwickeln, erklärt Vincent von Senftenberg seiner Tochter.

„Das Problem bei diesen Dingen ist aber, dass wir momentan nicht all zu viel Geld flüssig haben. Das Kapital ist durch die Investitionen gebunden.“ erklärt er ihr. Das ist für Viktoria jedenfalls verständlich. Nachdem Viktoria wissen will, ob am Reiterhof alles so weiterlaufen kann wie bisher und ihr Vater ihr erklärt, dass es möglicherweise ein paar kurzfristige Einsparungen geben müsse und auch, was die Versicherung für den Brand betrifft, zwar sofort mit den Renovierungsarbeiten begonnen werde, der Schadensfall zwar schon bei der Versicherung läge, es aber sicher noch ein paar Tage dauern würde, bis auch dafür Geld fließt, will Viktoria es konkreter wissen.

„Müssen wir Sarah entlassen?“ fragt sie ihren Vater.

„Das ist doch eine Freundin von dir.“ antwortet Vincent von Senftenberg. „Nein, müssen wir nicht.“ schiebt er hinterher. „Aber, wenn du kreativ bist, kannst du vielleicht trotzdem ein wenig Geld einsparen, das wir gerade nicht flüssig haben.“

Viktoria überlegt. „Nun, Sarah ist für den Hof eine wertvolle Hilfe, nicht so wichtig wie Paul aber immerhin doch.“ Ihr Vater sieht sie fragend an. Viktoria setzt ihren Gedankengang fort: „Sarah ist auf das Geld nicht unbedingt angewiesen, sie hat ja einen richtigen Job. Vielleicht ist sie mit weniger Geld zufrieden, wenn ich ihr erlaube öfter zu reiten. Das ist ja der Grund, warum Sarah die Arbeit bei uns macht, weil sie eigentlich gerne reitet.“

Vincent von Senftenberg lächelt zufrieden. „Ja, das ist zwar natürlich nur ein kleiner Beitrag, aber ich freue mich, dass du so denkst.“

Freude kommt in Viktoria auf. Genau solche Dinge hört sie von ihrem Vater gerne. Seit es ihre Mutter nicht mehr gibt, ist diese Gefühl mit ihrem Vater ein Team zu bilden für Viktoria sehr wichtig.

„Weil ich nicht mehr so oft am Reiterhof sein werde“, beginnt ihr Vater wieder, „wird es wohl deine Aufgabe sein mehr Verantwortung zu übernehmen.“ Obwohl Viktoria das Gefühl hat, dass sie die Abläufe am Hof gut kennt, lauscht sie trotzdem respektvoll den Ausführungen ihres Vaters über die Dinge, die sie wissen sollte um mehr Verantwortung und Führung am Hof zu übernehmen.

„Paul ist ein guter Arbeiter.“ erklärt ihr Vater, „Trotzdem musst du darauf achten, dass er sozusagen »auf Zack« bleibt und keine Schlamperei in der Arbeit aufkommt. Du mußt wissen, wir sind auch auf die Einnahmen der Einsteller angewiesen, auch für die muss die Arbeit gemacht werden und gut sein. Das gilt natürlich nicht nur für Frau Dr. Maybach, sondern auch für diese beiden jungen Damen, wie heißen die noch schnell…?“

„Sophia und Lisa“, ergänzt Viktoria.

„Stimmt, wunderbar. Du kennst ohnehin alle, die am Hof wichtig sind. Und Paul kostet uns auch noch nicht wirklich viel. Noch.“ setzt Vincent von Senftenberg fort. Viktoria hört gespannt zu, zieht aber nun die Augenbrauen hoch. Die erste Frage, die ihr auf den Lippen gelegen wäre, wäre die Frage nach der „Wichtigkeit“ von Sophia und Lisa, die ihr bisher noch nicht so bewußt war. Aber dieser Nachsatz lenkt Viktoria von ihrer eigentlichen Frage schnell ab. „Wieso »noch«?“ will sie von ihrem Vater wissen.

„Nun, Paul wird sicher auch bald mehr Geld für seine Arbeit wollen. Derzeit noch nicht, derzeit haben wir noch eine Vereinbarung, die er einhalten muss. Aber es wird nicht mehr all zu lange dauern, bis auch Paul mehr Geld haben will. Und dann müssen wir beide entscheiden, wie wir damit verfahren wollen. Er ist ja fleißig, aber auch manchmal schlampig.“ erklärt ihr Vater.

Die Tür der Villa ist zu hören, das Gespräch wird durch einen Mitarbeiter von Vincent von Senftenberg unterbrochen, der in die Villa gekommen ist. Warum der jetzt gerade auftaucht, weiß Viktoria nicht. Hätte sie ihren Vater gefragt, hätte Viktoria wohl gerne auch ein „Noch nicht“ an die Frage angeschlossen. Sie bleibt aber stumm und sieht den Mitarbeiter ihres Vaters, der zu den beiden ins Wohnzimmer gekommen ist, nur schweigend an.


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Asche am Sattel

Ein Reiterhof-Krimi von Elvira G.

Elvira G. möchte herausfinden, ob ihre Geschichte aus deiner Sicht eine gute Geschichte ist. Wir veröffentlichen hier ihre Geschichte, sie möchte es noch nicht mit ihrem vollständigen Namen veröffentlichen. Sie (und wir) freuen uns über Feedback zu dieser Geschichte von dir.

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