Trab: Schrittfolge & Hilfen beim Reiten



Richtig Antraben: Der Guide für Reiter

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Es ist durchaus eine sportliche Herausforderung für beide Teile, sowohl für das Pferd als auch für Reiterinnen und Reiter, wenn es um den Trab geht. Kombiniert wird der zumeist mit dem "leichten Sitz", es ist ein schwungvoller Zweitakt und nicht immer sitzt jemand im Sattel, wenn es um den Trab geht. Die großen Trabrennen sind Sulky-Rennen, also mit einem vom Pferd gezogenen Wagen. Aber wie macht man den Trab eigentlich richtig? Welche reitlichen Hilfen sind dazu wichtig? Alles über den Trab als Gangart hier.

Gewidmet allen Pferdefans und Reitsport-Enthusiasten, wir stellen Informationen über Reiten, Reitsport, Ausrüstung und Reitmethoden zusammen, über die du hier mehr lernen kannst - und wir liefern auch Unterhaltung rund um Pferde-Themen.

Trab: Der schwungvolle Zweitakt und seine Facetten unter dem Sattel und im Sulky

Unter den Gangarten des Pferdes nimmt der Trab eine ganz besondere Stellung ein. Er ist die ökonomischste Fortgebungsart des Pferdes, bei der es mittlere Geschwindigkeiten über sehr lange Strecken ermüdungsarm durchhalten kann. Für Reiterinnen und Reiter ist der Trab die Gangart, in der die meiste gymnastizierende Arbeit stattfindet – und für den Pferderennsport ist er die Grundlage einer faszinierenden Disziplin.

Biomechanik des Trabs: Die Abfolge der Schritte

Der Trab ist als diagonaler Zweitakt definiert. Das bedeutet, dass sich die Beine des Pferdes in diagonalen Paaren gleichzeitig vorwärtsbewegen. Zwischen den einzelnen Tritten gibt es einen Moment, in dem das Pferd völlig in der Luft schwebt.

Die genaue Fußfolge läuft wie folgt ab:

  1. Erster Takt: Das diagonale Beinpaar hinten links und vorne rechts fußt gleichzeitig ab und landet synchron auf dem Boden.
  2. Die Schwebephase: Das Pferd stößt sich vom Boden ab. Für einen kurzen Moment sind alle vier Hufe in der Luft.
  3. Zweiter Takt: Das andere diagonale Beinpaar hinten rechts und vorne links fußt gleichzeitig ab und landet auf dem Boden.
  4. Die Schwebephase: Es folgt die nächste Flugphase, bevor der Zyklus von vorne beginnt.

Da es sich um einen exakten Zweitakt handelt, hört man beim Traben auf hartem Boden ein rhythmisches „Klipp-Klapp, Klipp-Klapp“.

Unterschiedliche Varianten vom Trab

Je nach Ausbildungsstand des Pferdes und dem gewünschten Raumgriff unterscheidet man in der klassischen Reitlehre verschiedene Tempovarianten, die sich durch die Schrittlänge und die Dehnung des Pferdekörpers auszeichnen:

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Korrekte reiterliche Hilfen: Antraben

Um ein Pferd harmonisch aus dem Schritt in den Trab zu überführen, bedarf es einer feinen Abstimmung der Reiterhilfen. Es reicht nicht, einfach mit den Absätzen zu treiben. Der Vorgang setzt sich aus folgenden Signalen zusammen:

  1. Die Aufmerksamkeit fordern (Halbe Parade): Der Reiter macht sich im Kreuz kurz fest (Körperspannung erhöhen) und gibt minimale Impulse am Zügel, um dem Pferd zu signalisieren: „Achtung, es kommt gleich ein neues Kommando.“
  2. Die treibende Hilfe: Beide Waden des Reiters geben gleichzeitig einen kurzen, präzisen Impuls am Pferdebauch ab.
  3. Das Nachgeben der Hand: In der Millisekunde, in der das Pferd antreten will, muss die Reiterhand minimal nach vorne nachgeben (die Zügelverbindung bleibt weich bestehen), damit das Pferd in die Bewegung hineinfließen kann.

Leichttraben vs. Aussitzen

Sobald das Pferd trabt, hat der Reiter zwei Möglichkeiten:

Trab im Rennsport: Traber und der Sulky

Der Trab ist nicht nur im Viereck zu Hause, sondern bildet das Herzstück einer der ältesten Pferderennsportdisziplinen: den Trabrennen. Hierbei werden spezielle Pferderassen – die sogenannten Traber (wie der Amerikanische oder Französische Traber) – darauf gezüchtet, im Trab extreme Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h zu erreichen.

Das Gespann: Der Sulky

Bei diesen Rennen reitet der Mensch in der Regel nicht auf dem Pferd (obwohl es mit dem „Monté“ auch Trabreiten gibt), sondern sitzt in einem Sulky. Ein Sulky ist ein extrem leichter, zweirädriger einachsiger Pferdewagen, der direkt hinter dem Pferd eingespannt ist. Der Fahrer (auch Catchdriver genannt) sitzt tief zwischen den Rädern und lenkt das Pferd über lange Leinen.

Die sportliche Herausforderung

Die faszinierende Schwierigkeit beim Trabrennen liegt im Reglement: Die Pferde dürfen unter keinen Umständen in den Galopp fallen. Der Galopp ist für ein Pferd von Natur aus die schnellere Gangart bei Flucht oder Erschöpfung. Bricht ein Traber während des Rennens in den Galopp aus, muss der Fahrer das Pferd sofort wieder parieren (in den Trab bringen) und verliert wertvolle Meter. Dauert die Galoppade zu lange oder passiert sie auf den letzten Metern vor dem Ziel, führt dies zur sofortigen Disqualifikation („Dis. G.“ – Disqualifiziert wegen Galopp).

Um die Pferde in dieser extremen, unnatürlich schnellen Trabfrequenz zu stabilisieren, wird im Rennsport mit ausgefeiltem Beschlag (Gewichte an den Hufen) und speziellem Zaumzeug gearbeitet. Es ist ein faszinierendes Zusammenspiel aus purem Vorwärtsdrang des Pferdes und der feinen Hand des Fahrers, der die Balance auf Messers Schneide halten muss.

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