Reitunterricht: Was ist zu beachten?



Reitunterricht, die Phasen und Lernzwecke

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Bevor du dich in den Sattel schwingst, gibt es schon vieles, was du wissen solltest. Eine Sache ist klar: Reiten kann man das ganze Leben lang lernen, wenn man körperlich fit genug ist, gibt es kein Maximalalter. Und für alle, die zu klein oder zu jung sind: Auch da kann man schon beginnen sich mit dem Pferd zu beschäftigen. Wer Pferde gut kennt und versteht, tut sich auch beim Reiten leichter. Hier die wichtigsten Fakten, die es rund um den Reitunterricht zu wissen gibt.

Gewidmet allen Pferdefans und Reitsport-Enthusiasten, wir stellen Informationen über Reiten, Reitsport, Ausrüstung und Reitmethoden zusammen, über die du hier mehr lernen kannst - und wir liefern auch Unterhaltung rund um Pferde-Themen.

Der Weg zum guten Reiter: Wie hochwertiger Reitunterricht aufgebaut ist

Reiten ist ein faszinierender Sport, aber auch einer der anspruchsvollsten. Da wir unseren Sport mit einem Lebewesen ausüben, trägt der Reiter eine hohe Verantwortung für die Sicherheit und Gesundheit von Mensch und Tier. Ein strukturierter, professioneller Reitunterricht ist daher das Fundament für jeden, der fest und feinfühlig im Sattel sitzen möchte.

Doch wie erkennt man eine gute Reitschule, welche Qualifikationen sollte das Lehrpersonal mitbringen und wie sieht der rote Faden von der ersten Stunde bis zum fortgeschrittenen Reiten aus?

Die Qualifikation: Welche Ausbildung sollte ein Reitlehrer haben?

In vielen Ländern ist der Begriff „Reitlehrer“ rechtlich nicht geschützt. Theoretisch darf sich jeder so nennen und Unterricht anbieten. Umso wichtiger ist es, auf offizielle Qualifikationen der nationalen Dachverbände (wie der FN in Deutschland oder dem OEPS in Österreich) zu achten.

Ein guter Trainer sollte mindestens eine der folgenden staatlich anerkannten oder verbandsgeprüften Ausbildungen vorweisen können:

Wichtig im Alltag: Neben den Lizenzen auf dem Papier zeichnet sich ein guter Reitlehrer durch Geduld, Empathie und ein geschultes Auge aus. Er schreit seine Schüler nicht an, erklärt das Warum hinter einer Hilfe und stellt das Wohl der Schulpferde immer an oberste Stelle.

Die erste Phase: Der Einstieg an der Longe

Niemand wird in der ersten Stunde in eine Gruppe geworfen und muss das Pferd sofort alleine lenken. Der klassische und sicherste Aufbau des Unterrichts beginnt im Einzelunterricht an der Longe.

Die zweite Phase: Die Abteilungs- und Gruppenstunden

Sobald der Reiter im Schritt und Trab ausbalanciert sitzt, die Grundlagen des Galopps kennengelernt hat und die ersten „Hilfen“ (Gewichts-, Schenkel- und Zügelzeichen) versteht, wechselt er in den Abteilungs- oder Gruppenunterricht.

Die fortgeschrittene Phase: Feines Reiten und Spezialisierung

Wer die Grundlagen der Pferdekontrolle beherrscht, für den fängt das eigentliche Reiten oft erst an. In dieser Phase geht es weg vom bloßen „oben bleiben und lenken“ hin zur echten Gymnastizierung des Pferdes.

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Worauf sollte man bei der Wahl der Reitschule achten?

Guter Reitunterricht steht und fällt mit den Rahmenbedingungen. Achte bei der Besichtigung einer Reitschule auf folgende Punkte:

  1. Zustand der Schulpferde: Sind die Pferde gut genährt, haben sie glänzendes Fell und aufmerksam-freundliche Augen? Schulpferde, die stumpf, traurig oder aggressiv wirken, werden oft überfordert.
  2. Haltung der Tiere: Dürfen die Schulpferde regelmäßig zusammen auf die Koppel oder das Paddock, oder verbringen sie ihr Leben ausschließlich in dunklen Boxen und der Reithalle? Nur ein ausgeglichenes Pferd ist ein sicheres Lehrpferd.
  3. Passende Ausrüstung: Jedes Schulpferd braucht einen eigenen, passenden Sattel. Drückende Sättel führen zu Schmerzen und Abwehrverhalten des Pferdes.
  4. Sicherheit geht vor: Ein guter Reitlehrer besteht ab der ersten Minute auf einen passenden Reithelm und festes Schuhwerk mit Absatz (damit der Fuß nicht durch den Steigbügel rutscht).

Fazit: Reiten lernen ist ein lebenslanger Prozess. Ein qualifizierter Reitlehrer, der dich Schritt für Schritt von der Longe bis zum feinen, selbstständigen Reiten begleitet, ist der Schlüssel zu einem harmonischen und sicheren Hobby, das Mensch und Pferd gleichermaßen Freude bereitet.

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