Reitstiefel sind das Fundament im Steigbügel



Gute Reitstiefel machen beim Reiten Freude!

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Dass sie elegant aussehen, kann ein positiver Nebeneffekt ein, aber Reitstiefel sind keine Sache, die man rein nach der Optik auswählen sollte. Die Stiefel sollen nicht nur einen sicheren Halt im Steigbügel verschaffen sondern auch flexibel genug sein um darin nicht steif zu agieren. Die Schenkel sind beim Reiten ein wichtiges Hilfen-Instrument, daher muss auch der Reitstiefel entsprechend gut passen und sitzen.

Gewidmet allen Pferdefans und Reitsport-Enthusiasten, wir stellen Informationen über Reiten, Reitsport, Ausrüstung und Reitmethoden zusammen, über die du hier mehr lernen kannst - und wir liefern auch Unterhaltung rund um Pferde-Themen.

Fundament im Steigbügel: Geschichte und Vielfalt der Reitstiefel

Wer den Reitsport betritt, merkt schnell, dass kaum ein Ausrüstungsgegenstand so akribisch ausgewählt wird wie der Reitstiefel. Er ist das modische Aushängeschild jedes Reiters, erfüllt jedoch in erster Linie knallharte funktionelle Aufgaben. Ein guter Stiefel stabilisiert das Bein, schützt vor Verletzungen und ermöglicht eine millimetergenaue Kommunikation mit dem Pferd.

Doch woher kommt der Reitstiefel eigentlich, was trugen Reiter früher und welches Modell passt zu welcher Disziplin? Typischerweise stellt man sich unter Reitstiefeln ja die relativ hohen, schwarzen, gländenden Lederreitstiefel vor. Inzwischen hat sich der Markt aber ausgeweitet, es gibt nicht mehr nur schwarze Reitstiefel, es sind auch andere Farben im Umlauf.

Reitstiefel: Schwarz, Braun, Azur, Glitzer...

Vor allem für jüngeres Publikum hat die Wirtschaft in diesem Segment Neuerungen geschaffen. Auch wenn es sich bei den Turnieren gehört mit den gedeckten Farben aufzutreten und entweder schwarz oder braun für die Reitstiefel zu benutzen, in der Freizeit-Industrie des Reitsports und in der Freizeit-Reiterei reicht das Sortiment von Reitstifeln inzwischen bis zu mit Strass-Steinen bestückten Glitzer-Formaten. Aber üblich und wohl auch am häufgisten getragen sind die Klassiker in Schwarz.

Geschichte: Vom militärischen Schutz zum populären Sportgerät

Was trug man vor dem modernen Reitstiefel?

Bevor es spezialisierte Reitstiefel für den Sport gab, war das Reiten jahrhundertelang Fortbewegungsmittel und Kriegshandwerk. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit trugen Reiter meist normale, weiche Ledergamaschen, Schnürschuhe oder einfache, kniehohe Arbeitsstiefel.

Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelte das Militär – insbesondere die Kavallerie – die ersten echten Vorläufer des heutigen Reitstiefels: die sogenannten Kürassierstiefel. Diese waren aus extrem dickem, steifem Rindsleder gefertigt und reichten oft bis über das Knie. Ihr Zweck war rein defensiv: Sie sollten das Bein des Soldaten in der Schlacht vor Säbelhieben und Quetschungen im dichten Reitergetümmel schützen. Diese Stiefel waren so starr, dass die Soldaten darin kaum laufen konnten.

Seit wann sind sie unter Reitern populär?

Der moderne Reitstiefel, wie wir ihn heute kennen, wurde im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert populär. Mit dem Niedergang der Kavallerie wandelte sich das Reiten hin zum Sport- und Freizeitvergnügen der Oberschicht.

In den 1920er und 1930er Jahren etablierte sich der schlanke, passgenaue Lederstiefel ohne Schnürung als Standard für die klassische englische Reitweise. Er wurde zum Statussymbol und festen Bestandteil der Turnierbekleidung. Seit dem Boom des Breitensports in den 1970er Jahren wurden durch die Erfindung von synthetischen Materialien und Reißverschlüssen Reitstiefel schließlich für jedermann erschwinglich und komfortabel.

Zweck: Warum sind Reitstiefel eine Sicherheitsausrüstung?

Ein Reitstiefel ist kein normaler Schuh. Seine Konstruktion erfüllt wesentliche Sicherheits- und Ergonomiefunktionen:

Die Materialien: Tradition trifft High-Tech

Heute hat man beim Kauf die Wahl zwischen drei Hauptmaterialien:

Echtes Leder (Boxcalf, Rindsleder, Nappaleder)

Kunstleder / Synthetik (PU-Leder)

Gummi / PVC

Digitale Plakatwand

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Stiefelarten zu den Reitweisen

Je nachdem, in welcher Disziplin Sie reiten, ist der Stiefel völlig anders konstruiert, um die jeweilige Beinhaltung zu unterstützen. Hier geht es vor allem um die unterschiedlichen Arten von Reitstiefeln, weil das aber ein großes Thema ist, haben wir eine eigene Seite zum Maß der Reitstiefel als kleine Orientierungshilfe beim Einkaufen gemacht. 

Freizeit- und Allroundstiefel

Für Reiter, die ins Gelände gehen oder sich nicht festlegen wollen. Das ist die wohl häufigste Form, die die meisten Reiterinnen und Reiter unter euch interessieren wird. Von diesen Reitstiefeln gibt es auch preisgünstige Versionen, die ebenfalls alle wichtigen Kriterien erfüllen und daher auch oft von Reiterinnen und Reitern eingesetzt werden, die kein eigenes Pferd haben und nur ab und zu auf einem Reitstall oder in einer Reitschule sind.

Dressurreitstiefel: Der harte Fels

In der Dressur ist ein langes, absolut ruhiges und gestrecktes Bein gefordert.

Springreitstiefel: Elastisch und flexibel

Im Parcours reitet man mit kurzen Bügeln im leichten Sitz. Das Knie und das Sprunggelenk müssen stark angewinkelt werden.

Westernstiefel (Cowboy Boot): Robustheit und Tradition

Beim Westernreiten unterscheidet sich das Konzept grundlegend von der englischen Reitweise.

Zugesammengefasst über die Reitstiefel können wir sagen: Vom klobigen Schutzschild der Kavallerie hat sich der Reitstiefel zum hochspezialisierten Sportzubehör entwickelt. Egal für welches Material oder welche Reitweise Sie sich entscheiden: Der Stiefel muss wie angegossen sitzen. Er schützt nicht nur Ihre Gesundheit im Bügel, sondern transportiert Ihre Signale dorthin, wo sie hingehören – direkt an den Pferdekörper.

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